Special Agency
Special Agency

ADAC Autotest

Hyundai Kona 1.6 GDI Hybrid Premium DCT
Seinen Kona hat Hyundai bisher schon als reinen Benziner, reinen Diesel und als Elektrovariante angeboten. Für ein "kleines" SUV ist das Antriebsangebot damit erstaunlich umfangreich. Damit aber nicht genug, nun kommt noch eine Hybrid-Variante hinzu. Das Antriebssystem ist im Grunde aus dem Hyundai IONIQ bekannt, dort natürlich in einer aerodanmisch günstigeren Hülle. Das zeigt sich dann auch beim Verbrauch, denn die windschnittige Limousine kommt im ADAC Ecotest mit 5,0 l/100 km aus, während die SUV-Variante 6,0 l/100 km benötigt. Meckern sollte man aber nicht, denn das ist im Durchschnitt deutlich über 10 % weniger als beim reinen Verbrenner, in der Stadt liegt der Vorteil sogar bei zwei Liter pro 100 km. Und dort kann der Hybrid-Kona auch seine Vorteile ausspielen und immer wieder rein elektrisch fahren. Durch den Hybrid-Antrieb werden die sonstigen Eigenschaften des Kona nicht eingeschränkt. Denn Hyundai kann die Technik im vorhandenen Bauraum unterbringen - einzig der Tank schrumpft auf mickrige 38 Liter. Der Kofferraum bleibt aber geräumig und variabel, und am Platzangebot im Innenraum ändert sich ebenfalls nichts - das ist bis auf die Beinfreiheit im Fond einwandfrei. Der Fahrkomfort kommt gerade innerorts etwas zu kurz, sicherlich haben die großen 18-Zoll-Räder dabei ihren Einfluss. Die tragen aber wiederum zur guten Fahrdynamik bei, die Bremsleistungen sind sogar ausgezeichnet und viel besser als bei bisher getesteten Kona-Varianten: Nur 33,2 m Anhalteweg aus 100 km/h können sich sehen lassen. Wie auch der Preis, der mit 30.700 Euro angesichts der umfangreichen Serienausstattung für die Premium-Variante in Ordnung geht.
>> Mehr lesen

Land Rover Range Rover Evoque D150 Automatik AWD
Nach einer Bauzeit von sieben Jahren rollt nun die zweite Generation des Range Rover Evoque im englischen Halewood vom Band. Unverändert ist der neue Land Rover an der coupéartigen Silhouette mit nach hinten abfallender Dachlinie und aufwärtsstrebender Gürtellinie zu erkennen. Markant sind die ausfahrbaren Türgriffe sowie die optionalen Matrix-LED-Scheinwerfer mit dynamischen Blinkern. Das SUV bietet eine Bodenfreiheit von 212 Millimetern sowie einen Böschungswinkel von 25 Grad vorn beziehungsweise 30,6 Grad hinten – das macht den kleinen Range Rover durchaus geländetauglich. Im ADAC Autotest trat der Range Rover Evoque D150 mit der 9-Gang-Automatik an. Der 2,0-l-Vierzylinder leistet 150 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 380 Nm. Der variable Allradantrieb verteilt dabei die Antriebskraft auf die Vorderräder sowie bedarfsgerecht zusätzlich auf die Hinterräder. Der Evoque basiert auf einer neuen Bodengruppen-Architektur, die sich mit elektrischen Antrieben kombinieren lässt. So ist der Testwagen serienmäßig ein Mild-Hybrid. Die Bremsenergie wird in einer separaten Lithium-Ionen-Batterie (48 V/200 Wh) am Fahrzeugunterboden gespeichert. Damit unterstützt ein riemengetriebener Starter-Generator das Anfahren mit einem Drehmoment von bis zu 140 Nm. Leider wird die Verbrauchsersparnis vom immens hohen Fahrzeuggewicht von knapp zwei Tonnen zunichte gemacht. Mit durchschnittlich 7,4 Litern auf 100 Kilometer erreicht der neue Evoque D150 Automatik im ADAC Ecotest ein ernüchterndes Zwei-Sterne-Ergebnis. Der große, serienmäßige 65-l-Tank ermöglicht immerhin eine theoretische Reichweite von 875 Kilometern. Ausgestattet ist der Evoque mit zahlreichen Assistenzsystemen für Straße und Gelände. Dazu zählen beispielsweise Spurhalteassistent, autonomer Notbremsassistent und Bergabfahrhilfe. Zudem befindet sich serienmäßig eine Rückfahrkamera an Bord, die aufgrund der eingeschränkten Rundumsicht zwingend erforderlich ist. Mit einem Grundpreis von 43.250 Euro ist der neue Evoque D150 Automatik vergleichsweise teuer. In Verbindung mit zusätzlicher Komfort- und Sicherheitsausstattung knackt der Testwagen die 70.000 Euro-Marke – sehr viel Geld für ein SUV der Kompaktklasse, das zudem nur wenig Glanzlichter setzen kann.
>> Mehr lesen